Wenn der Wind weht

Gust of wind, 2018 © Isabelle Ha Eav
Eduardo Leal, aus der Serie Plastic Trees, 2014
Bigert & Bergström, Wrecked house after EF5-rated tornado hit the town of Joplin, Missouri, May 22, 2011
Julius von Bismarck aus der Serie: One More Night, 2016, Courtesy Julius von Bismarck; alexander levy, Berlin and Sies+Hoeke, Düsseldorf.
Hoda Afshar aus der Serie: Speak the Wind, 2015-2020
Susan Walsh, Wind Drawing #9, Beacon, New York 2018
Ulrike Königshofer „wind, recorded“, 2015, Ausstellungsansicht Halle für Kunst & Medien, Graz, 2015; Foto: Ulrike Königshofer

12.03.-28.08.22

Luft umschließt die Erde wie eine Membran. Sie ist Medium des Wetters und Trägerin von Gerüchen, Geräuschen und Aerosolen, die sowohl das Klima als auch die Gesundheit beeinflussen. Luft strömt mit dem ersten Atemzug in unseren Körper und mit dem Tod hauchen wir den letzten Atem aus. Im Kontext der gegenwärtigen Klimakrise spielen sowohl Luftverschmutzung und Stürme als auch die Windkraft als erneuerbare Energiequelle eine Rolle. Das unsichtbare Element verbindet Lebewesen, Pflanzen und Orte. Dieses elementare, zugleich unsichtbare Element visuell erfahrbar zu machen, darauf zielen die Werke der ausgewählten internationalen und österreichischen Künstler:innen verschiedener Generationen ab. Sie setzen sich mit den unterschiedlichsten Aspekten und Bedeutungen von Luft, Wind und Atem auseinander und untersuchen ihre Erscheinungs- formen in Ökologie, Wissenschaft, Politik, Kultur und Mythologie. Von der lebensspendenden Atemluft bis hin zur zerstörerischen Kraft des Windes macht die Kunst das große Unsichtbare auf vielfältige Weise sichtbar.

22 internationale und österreichische Künstler:innen machen die unsichtbaren Elemente Atem, Luft und Wind auf unterschiedliche Weise sichtbar: Hoda Afshar, Bigert & Bergström, Julius von Bismarck, Olafur Eliasson, Karin Fisslthaler, Ana Grilc, Isabelle Ha Eav, Jana Hartmann, Ayumi Ishii, Sophie Jung, Sjoerd Knibbeler, Ulrike Königshofer, Eduardo Leal, Emily Parsons-Lord, Peter Piller, Werner Reiterer, Roman Signer, Lydia Simon, Ulay/Marina Abramović, Nadim Vardag, Niina Vatanen, Susan Walsh

Die Ausstellung Wenn der Wind weht ist eine Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien. 

Kuratorinnen: Verena Kaspar-Eisert (KUNST HAUS WIEN) und Liddy Scheffknecht (Universität für angewandte Kunst Wien)


ERÖFFNUNG

FR 11.03.2022, 17:00–21:00

PROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG 

Kuratorinnenführungen 

DO 28.04., 17:00
Ort: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
Verena Kaspar-Eisert (KUNST HAUS WIEN) in Dialog mit Ernst Strouhal (Univ. für angewandte Kunst Wien) 

DO 09.06., 17:00
Ort: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
Führung mit Kuratorin Liddy Scheffknecht (Univ. für angewandte Kunst Wien) in Diaglog mit Sjoerd Knibbeler

Artist Talk (in Englisch)

DI 15.03., 13:00 
Ort: Universität für angewandte Kunst Wien, Expositur Vordere Zollamtstraße
mit Emily Parsons-Lord

MO 09.05., 18:30
Ort: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
mit Bigert & Bergström

Vorträge 

DO 28.04., 19:00
Ort: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
Alois Holzer: Wind außer Kontrolle. Tornados, Taifune, Hurricans
Florian Bettel: Wind unter Kontrolle. Pneumatik, bewegte Luft, Technikphantasien

MI 22.06.
Ort: Kassenhalle der Postsparkasse, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien
Philipp Blom: Über moralische Gewitter. Anmerkungen zur Theorie der Klimakrise

Performance

DO 23.06., 19:00
Ort: KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
Jakob Scheid: „Speaking without lips…“
Sprechende Maschinen. Präsentation und Performance

Workshop: Dusts Chambers

SA 25. und SO 26.06., jeweils 15:00-18:00
Ort: im Innenhof des KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien 
Die Veranstaltung ist wetterabhängig. Alternativ: SA 02. und SO 03.07.

FILMPROGRAMM

Programm zum Wind im Film in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und der Universität für angewandte Kunst Wien 
Termine: Juni 2022 unter www.filmmuseum.at

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