Presse
Zurück zur ÜbersichtHier stellen wir die Presseinformationen und Bilder zur Ausstellung zum Download bereit. Das Bildmaterial ist ausschließlich für redaktionelle Beiträge im Zusammenhang mit der Präsentation im KunstHausWien honorarfrei freigegeben. Bitte verwenden in erster Linie Sie die kompletten Bild- und Urhebernachweise. Die bereitgestellten Bilder dürfen ohne vorherige Erlaubnis nicht beschnitten, überdruckt oder anderweitig verändert werden.
Plastic Matters
Eine Kooperation mit Precious Plastic Vienna und FANTOPLAST
27.02.-25.05.25
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Pressemappe
Gesamter Pressetext hier downloaden:
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Plastic Matters
Pressekonferenz: Mittwoch, 26.02.2025
Kaum ein anderes Material ist in unserem Alltag so omnipräsent wie Plastik. Unter diesem Begriff wird eine Vielzahl unterschiedlicher Kunststoffe zusammengefasst, deren Grundsubstanz zu großen Teilen aus Erdöl besteht. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ist Plastik zu einem zentralen Material unserer Konsumkultur geworden: Es lässt sich kostengünstig produzieren, ist vielseitig formbar und nahezu weltweit verfügbar. Das KunstHausWien, ein Museum der Wien Holding, widmet dem vieldiskutierten Werkstoff eine Ausstellung im Projektraum Garage.
Galt Plastik einst als Zeichen von Fortschritt und Modernität, stellt es heute durch die zunehmende Überproduktion eine akute Bedrohung für unsere Umwelt dar – denn Plastik ist sehr langlebig. Einer meist nur kurzzeitigen Verwendung steht ein langer Zersetzungsprozess von unbestimmter Dauer gegenüber. Über mehrere Jahrhunderte zerfällt Plastik in immer kleinere Bestandteile – von Mikroplastik zu Nanoplastik – und gibt dabei Schadstoffe an die Umwelt ab. Der vollständige Abbau bleibt aktuellen Forschungen zufolge jedoch aus. In kleinsten Partikeln breitet sich Plastik über unseren Planeten aus: von Ackerböden über Gewässer und die Luft bis hin zu den Schneefeldern der Arktis. Unsere Welt droht, im Plastikmüll zu ersticken. Um dem entgegenzuwirken, muss einerseits die globale Kunststoffproduktion reduziert und andererseits die Wiederverwendung gesteigert werden. Denn je länger Plastik in Produktionskreisläufen bleibt, desto weniger Abfall sammelt sich in der Umwelt.
Die Ausstellung Plastic Matters schlägt einen Perspektivenwechsel im Umgang mit Plastik vor: vom Abfallprodukt zum wertvollen Werkstoff. Abseits industrieller Verwertungsprozesse stellt die Ausstellung Bezüge zur Materialkultur her und veranschaulicht die teils komplexen Zusammenhänge von Produktion, Wiederverwertung und Gebrauch. Drei thematische Kapitel – Sammeln, Verarbeiten und Gestalten – zeigen die vielfältigen Prozesse des Recyclings auf und geben Einblicke in das Verständnis von Kunststoff als zirkulärer Ressource. Unter dem Motto „Lang lebe das Plastik“ finden regelmäßig Workshops zum Thema Wiederverwertung statt, die das Bewusstsein für die wachsende Problematik schärfen und aktiv zum gesellschaftlichen Handeln auffordern.
Statments zur Ausstellung
Veronika Hackl und Stephan Kuss, Kurator:innen:
„Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Plastikmüll eine massive Bedrohung für unsere Umwelt darstellt. Mit Plastic Matters wollen wir nicht nur auf dieses Problem aufmerksam machen, sondern aktiv Handlungsräume eröffnen. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Möglichkeiten der Kunststoffaufarbeitung abseits industrieller Dimensionen, die für jede:n von uns umsetzbar sind. Von einfachen Objekten bis hin zu komplexen Designs und Installationen – recyceltes Plastik kann in unzähligen Varianten verarbeitet werden.“In Kooperation mit Precious Plastic und FANTOPLAST
Precious Plastic ist eine global agierende Community, die sich auf vielfältige Weise mit der Wiederverwendung von Plastik beschäftigt: von lokalen Sammelstellen über Tutorials für Maschinenbau bis hin zu Produktdesign. Das Projekt geht auf die Initiative des niederländischen Designers Dave Hakkens zurück. Auf lokaler Ebene besteht der Verein Precious Plastic Vienna aus etwa zehn Mitgliedern mit unterschiedlichen gestalterischen und wissenschaftlichen Hintergründen.
FANTOPLAST ist ein multidisziplinäres Team aus Wien, das Forschung, Design, Kunst und Kultur mit Kreislaufwirtschaft verbindet. Regionale Kunststoffabfälle werden in unterschiedlichen Gestaltungs- und Produktionsprozessen zu einer zirkulären Ressource aufbereitet. Das Team arbeitet mit wissenschaftlichen Partner:innen an sinnvollen und langlebigen Möglichkeiten der Wiederverwendung von Materialien. FANTOPLAST sind Julian Jankovic, Florian Schäfer, Max Scheidl, Alessia Scuderi und Raphael Volkmer.
Kuratorinnen
Stephan Kuss und Veronika Hackl in Zusammenarbeit mit Precious Plastic Vienna und FANTOPLAST -
Projektraum Garage
Der Projektraum Garage ist ein Ort für zeitgenössische Kunst an der Schnittstelle von Ökologie, Gemeinschaft und (sozialer) Nachhaltigkeit. Transdisziplinäre und prozesshafte Ausstellungen laden zur aktiven Teilnahme ein und verhandeln Schlüsselthemen aktueller Debatten. Orts- und themenspezifische Arbeiten geben Raum, Bekanntes zu hinterfragen und Neues zu erfahren.
Der Eintritt ist frei.
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Programm zur Ausstellung
Eröffnungsabend: Mittwoch, 26. Februar 2025 ab 17:00
Öffentliche Workshops Lang lebe das Plastik
SA, 29. 03.2025, 14:00 – 16:30
MI, 30.04.2025, 17:00 – 19:30
Hier anmeldenSchulworkshops Lang lebe das Plastik
MI, 05.03.2025, 10:00 – 13:00 (Aktionstag „Schule schaut Museum“)
MI, 12.03.2025, 10:00 – 12:30
MI, 14.05.2025, 10:00 – 12:30
Anmeldung unter kunstvermittlung@kunsthauswien.comForum Plastik
Am Tag der Nachbarschaft
FR, 23.05.2025, 18:00 – 19:30
Hier anmelden -
Pressebilder / Ausstellungsansichten
Plastic Matters -
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© Ausstellungsansicht, Plastic Matters, KunstHausWien, Foto: Michael Goldgruber
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© Ausstellungsansicht, Plastic Matters, KunstHausWien, Foto: Michael Goldgruber
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PRESSEBILDER Plastic Matters